Sportstipendium USA – Den Umzug in die USA meistern

Anfang des Jahres ahnte der 23-jährige Janosch Barho nicht, dass sich sein Leben bald grundlegend ändern würde. Auf dem Heimweg von München erhielt Barho eine E-Mail aus Florida vom Rollins College, mit einem Sportstipendium im Anhang.

Also packte Barho seine Koffer und verließ seine Heimatstadt Rendsburg um seine Fussballkarriere die nächsten zwei Jahre in Florida fortzusetzen und um seinen Master in Human Resources zu absolvieren.

Kurz nachdem er in Florida landete und von seinen Teamkollegen Cole Cecconi und Alex Holt zum Campus eskortiert wurde, nahm Barho auch schon an seinem ersten Match mit der Mannschaft des Rollins College teil. Im ersten Vorbereitungsspiel gegen Stetson wurde er direkt “ins kalte Wasser geworfen”. Sein nächster Auftritt gegen die Wingate University in North Carolina war dann das erste Spiel bei dem er die Nationalhymne in der Startelf erlebte. Barho habe “wie ein Kind gelächelt” und sein Körper “war voll mit Gänsehaut”, weil er es noch nicht glauben konnte, dass er nun wirklich in den USA Fußball spielt.

Die gespielte Nationalhymne war nicht der einzige Kulturschock für Barho. Barho konnte auch nicht glauben, wie viele Leute zum Campus mit dem Auto fuhren. “Florida ist flach. Es gibt nichts”, sagte Barho. In Deutschland nutzen viele das Fahrrad als vorherrschendes Verkehrsmittel, weshalb sich Barho wundert, warum Studenten zum Campus fuhren, obwohl sie nicht weit entfernt wohnten.

Abgesehen davon war Barho überwältigt, als er zum ersten Mal in einen Walmart ging. Verblüfft von der Größe und Vielfalt der darin enthaltenen Produkte, verglich er es mit einem deutschen IKEA und sagte, er “brauche eine Karte, um sich darin zurechtzufinden”.

Er mag es nicht leicht haben durch einen Walmart zu navigieren, aber mit einer Körpergröße von 2 Metern ist er der Größte in seinem Team und behält als Verteidiger stets den Überblick.  In Orlando fühlt er sich mittlerweile pudelwohl, vor allem auch dank seiner Mitspieler und -studenten. Barho hat noch kein Heimweh verspürt, aber eine wichtige Sache vermisst er: die hausgemachte Lasagne seiner Mutter.

Im Moment ist er einfach dankbar die hochwertige akademische und sportliche Ausbildung, das multikulturelle Umfeld und die Fülle an Möglichkeiten zu erleben, welche die USA zu bieten haben. Barho genießt jede Minute des Lebens in den USA hat kein Problem damit, sich an die amerikanische Lebensweise anzupassen… außer an das Phänomen, dass jeder zum Campus mit dem Auto fährt.

 

Quelle: https://rollinssports.com/news/2021/12/3/mens-soccer-mastering-the-move-to-the-states.aspx

Spielerprofil: https://athletesusa.org/user/janosch-barho/